
Airbnb-Strafen: illegale Untervermietung
Die eigene Wohnung über Airbnb zu vermieten, klingt erst einmal nach einer glänzenden Idee: das Konto aufbessern, eine leerstehende Wohnung nutzen oder den nächsten Urlaub finanzieren… Wer würde da Nein sagen? Hinter dieser verlockenden Praxis steckt jedoch eine mitunter deutlich komplexere Rechtslage. Die illegale Untervermietung steht im Visier der Behörden, der Eigentümer und sogar der Plattform selbst.
Welche Strafen drohen also bei nicht genehmigter Untervermietung über Airbnb? Wer verhängt sie? Und vor allem: Wie verhindern Sie, dass aus einer guten Idee ein juristisches Kopfzerbrechen wird? Wir schaffen Klarheit, ernsthaft, aber ohne erhobenen Zeigefinger.
Untervermietung über Airbnb: erlaubt oder nicht?
Bevor wir über Strafen sprechen, zurück zu den Grundlagen. In Frankreich ist die Untervermietung nicht per se verboten. Aber, und genau darauf kommt es an, sie ist streng geregelt.
Wenn Sie Mieter sind und Ihre Wohnung auf Airbnb anbieten möchten, müssen Sie zwingend:
- dieschriftliche Zustimmung Ihres Vermieters einholen
- die Höhe Ihrer eigenen Miete nicht überschreiten (anteilig für die Dauer der Untervermietung)
Andernfalls bewegen Sie sich im Bereich der illegalen Untervermietung. Und dann kann es unangenehm werden…
Die verschiedenen Strafen bei illegaler Untervermietung
Kündigung des Mietvertrags: der Hammerschlag
Das ist häufig die unmittelbarste und meistgefürchtete Konsequenz. Der Eigentümer kann wegen Verstoßes gegen die vertraglichen Pflichten die Kündigung des Mietvertrags verlangen.
Konkret heißt das: Sie können aus Ihrer Wohnung geworfen werden.
Nicht ideal, wenn man eigentlich nur ein paar Gäste übers Wochenende beherbergen wollte…
Rückzahlung der erzielten Einnahmen
Gerichte können den Mieter dazu verpflichten, dem Eigentümer sämtliche über Airbnb eingenommenen Beträge zu erstatten.
Ja, Sie haben richtig gelesen: Die gesamten Einnahmen können vom Eigentümer eingefordert werden.
Genau das hat die französische Rechtsprechung mehrfach bestätigt. Die Begründung ist einfach: Sie haben mit einer Immobilie Geld verdient, die Ihnen nicht gehört.
Schadensersatz
Zusätzlich zur Rückzahlung kann der Mieter zu Schadensersatz an den Eigentümer verurteilt werden.
Warum? Weil dieser einen Schaden geltend machen kann:
- Beschädigung der Wohnung
- Störung der Nachbarschaft
- missbräuchliche Nutzung der Immobilie
Und in manchen Fällen steigt die Rechnung rasant an.
Bußgelder der Verwaltung (vor allem in Großstädten)
Städte wie Paris, Lyon oder Bordeaux haben sehr strenge Regeln für die Kurzzeitvermietung eingeführt.
Bei Verstößen drohen unter anderem:
- ein Bußgeld von bis zu50.000 €
- tägliche Zwangsgelder (bis zu 1.000 € pro Tag)
Ein paar vermietete Nächte auf Airbnb können also sehr teuer werden…
Sperrung oder Löschung des Airbnb-Kontos
Auch die Plattform Airbnb selbst kann eingreifen.
Stellt sie eine regelwidrige Aktivität fest oder erhält sie eine Meldung, kann sie:
- Ihr Inserat sperren
- Ihr Konto löschen
- Ihre Auszahlungen blockieren
Airbnb hat ein großes Interesse daran, die lokalen Gesetze einzuhalten, und arbeitet ohne Zögern mit den Behörden zusammen.
Wie werden diese Strafen durchgesetzt?
Die Eigentümer: die ersten Hinweisgeber
Meist beginnt alles beim Eigentümer. Er kann die Untervermietung entdecken über:
- Online-Inserate
- Nachbarn
- auffälliges Kommen und Gehen
Sobald er Bescheid weiß, kann er ein Gerichtsverfahren einleiten.
Die Nachbarn: die Detektive des Alltags
Ja, Nachbarn spielen eine Schlüsselrolle. Lärm, ständig rollende Koffer, Unbekannte im Treppenhaus… das fällt schnell auf.
Eine einzige Meldung kann eine Untersuchung auslösen.
Die Kommunen: zunehmend wachsam
Große Städte verfügen heute über eigene Stellen, die illegale Vermietungen aufspüren.
Dabei setzen sie unter anderem ein:
- digitale Werkzeuge zur Analyse der Airbnb-Inserate
- vereidigte Kontrolleure zur Feststellung von Verstößen
Ergebnis: Die Kontrollen werden immer häufiger.
Die Gerichte: die letzte Instanz
Im Streitfall entscheiden die Gerichte. Und die Rechtsprechung wird immer eindeutiger: Untervermietung ohne Genehmigung wird streng geahndet.
Wer hat diese Regeln beschlossen?
Der französische Gesetzgeber
Die Gesetze zur Kurzzeitvermietung, insbesondere das ALUR- und das ELAN-Gesetz, wurden eingeführt, um:
- Mieter und Eigentümer zu schützen
- den Immobilienmarkt zu regulieren
- die Wohnungsknappheit in Großstädten zu begrenzen
Die Kommunen
Auch die Städte haben ein Wort mitzureden. Sie können vorschreiben:
- eine vorherige Anmeldung
- eine Registrierungsnummer
- zeitliche Obergrenzen (z. B. 120 Tage pro Jahr für den Hauptwohnsitz)
Airbnb selbst
Die Plattform hat ihre Regeln an die lokalen Gesetze angepasst.
Sie verlangt zum Beispiel:
- die Anzeige der Registrierungsnummer in bestimmten Städten
- automatische Buchungsbeschränkungen
Wie vermeiden Sie Strafen?
Die gute Nachricht: Airbnb lässt sich durchaus legal nutzen!
Hier einige einfache Tipps:
Holen Sie die schriftliche Zustimmung ein
Das ist DIE Grundlage. Ohne sie gehen Sie unnötige Risiken ein.
Informieren Sie sich über die örtlichen Vorschriften
Jede Stadt hat ihre eigenen Regeln. Nehmen Sie sich die Zeit, sie nachzulesen.
Halten Sie die Vermietungsobergrenzen ein
Insbesondere beim Hauptwohnsitz.
Geben Sie Ihre Einnahmen an
Denn ja, Airbnb-Einnahmen sind steuerpflichtig. Dann lieber gleich vollständig korrekt sein.
Airbnb und Untervermietung: mit Vorsicht zu genießen
Airbnb hat unsere Art zu reisen und zu vermieten revolutioniert. Doch diese Freiheit bringt Verantwortung mit sich.
Illegale Untervermietung mag harmlos, ja sogar verlockend wirken. Die Strafen sind jedoch sehr real und können schwerwiegende Folgen haben: Verlust der Wohnung, finanzielle Sanktionen, Rechtsstreitigkeiten…
Kurz gesagt: Vorbeugen ist besser als heilen (und den Urlaub lieber nicht mit einem Bußgeld von 50.000 € finanzieren).
Fazit
Die Untervermietung über Airbnb ist ein hervorragendes Instrument, solange die Regeln eingehalten werden. Sobald sie illegal wird, drohen jedoch zahlreiche und teils harte Strafen.
Zwischen wachsamen Eigentümern, aufmerksamen Nachbarn und immer aktiveren Behörden wird es schwierig, durch die Maschen zu schlüpfen.
Wenn Sie sich also auf das Abenteuer Airbnb einlassen möchten, tun Sie es klug, vollkommen transparent und vor allem… vollkommen legal.
Ihre Nerven (und Ihr Geldbeutel) werden es Ihnen danken.
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