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Das französische Gesetz Le Meur zur möblierten Vermietung: Was sich ändert

3 Min. LesezeitVom StyQR-Team

Sie vermieten möbliert? Sie denken über eine Investition in Mietimmobilien nach? Dann haben Sie sicher schon vom berühmten Gesetz Le Meur gehört, dem Neuling im ohnehin schon dichten Dschungel der Immobilienvorschriften. Das 2025 verkündete Gesetz soll wieder etwas Ordnung in den sehr (zu?) dynamischen Bereich der möblierten Kurzzeitvermietung bringen. Spoiler: Airbnb und Investoren auf der Suche nach schnellen Renditen werden nicht vor Freude jubeln.

Was genau ist das Gesetz Le Meur?

Das Gesetz Le Meur, benannt nach der Abgeordneten Annaïg Le Meur, regelt die möblierte Ferienvermietung deutlich strenger, insbesondere in angespannten Wohnungsmarktgebieten, in denen Wohnraum für Dauerbewohner knapp ist.

Das Ziel? Missbrauch bei der möblierten Vermietung eindämmen, vor allem in Großstädten wie Paris, Lyon oder Bordeaux, wo ganze Gebäudeteile zu Schwarzhotels umfunktioniert werden, zum Nachteil der Anwohner.

Was das Gesetz Le Meur konkret ändert

Vor dem Gesetz Le Meur war es fast ein Kinderspiel, eine möblierte Wohnung für einige Tage über eine Plattform wie Airbnb, Abritel oder Booking zu vermieten. Nun stellen sich einige neue Hürden in den Weg:

  • Kürzere zulässige Vermietungsdauer: In angespannten Gebieten sinkt die Höchstdauer für einen Hauptwohnsitz von120 auf 90 Tage pro Jahr.
  • Verschärfte Meldepflicht: Jede möbliert vermietete Immobilie muss künftigbeim Rathaus angemeldetwerden, auch außerhalb angespannter Gebiete.
  • Geänderte Steuerregelung: Das äußerst vorteilhafte LMNP-Regime endet für Mehrfacheigentümer; einesteuerliche Vereinheitlichungsoll den Abstand zur unmöblierten Vermietung verringern.
  • Sanktionen bei Verstößen: Achtung, die Bußgelder können bis zu15.000 €betragen!

Warum war dieses Gesetz notwendig?

Weil der Markt der möblierten Ferienvermietung regelrecht explodiert war, bis zu dem Punkt, dass in manchen Städten massive Spannungen am Immobilienmarkt entstanden sind. Indem sie Wohnungen für Einwohner in Kurzzeitvermietungen für Touristen umgewandelt haben, haben viele Eigentümer dazu beigetragen, dass die Mieten steigen und das verfügbare Angebot knapper wird.

Das Ergebnis? Junge Berufstätige, Familien mit geringem Einkommen und selbst die Mittelschicht finden kaum noch eine Wohnung. Das Gesetz Le Meur versucht daher, den Mietmarkt neu auszubalancieren, ohne dabei Investitionen in Mietobjekte abzuwürgen: ein nicht ganz einfacher Balanceakt.

Und jetzt: Was tun, wenn Sie Eigentümer sind?

Wenn Sie Investor sind oder Ihre Immobilie möbliert vermieten, kein Grund zur Panik (eine kleine Neuausrichtung ist aber angebracht):

  • Prüfen Sie die Lage Ihrer Immobilie: Handelt es sich um ein angespanntes Gebiet? Dort gelten strengere Vorschriften.
  • Überdenken Sie Ihre Vermietungsstrategie: Die möblierte Langzeitvermietung oder die unmöblierte Vermietung werden wieder wettbewerbsfähig.
  • Planen Sie steuerlich voraus: Dasvereinfachte Ist-Besteuerungsregimekönnte Ihr bester Freund werden, um Ihre Mieteinnahmen weiter zu optimieren.

Die Folgen für Investitionen in Mietobjekte

Das Gesetz Le Meur könnte eine Zeitenwende markieren. Vorbei sind die zweistelligen Renditen, die YouTube-Kurse zur „explosiven Rentabilität von Airbnb“ versprechen. Es geht eher in Richtung Rückkehr zum Gleichgewicht:

  • Mehr Objekte kommen zurück auf den Markt derklassischen Vermietung;
  • EinRückgang der Anspannung am Mietmarktin bestimmten Gebieten (das ist das Ziel);
  • Einsteuerlicher Ausgleichzwischen möblierter und unmöblierter Vermietung.

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