
Welche Normen gelten für die touristische Vermietung
- 1Was ist eine touristische Vermietung?
- 2Ihre Tätigkeit anmelden: ein unverzichtbarer Schritt
- 3Vermietungsgrenzen beim Hauptwohnsitz beachten
- 4Die Steuervorschriften: Taschenrechner bereithalten!
- 5Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten
- 6Kommunale Vorschriften: potenzielles Kopfzerbrechen
- 7Die Vermietungsplattformen: Partner oder Mitwisser?
- 8Achtung, Sanktionen!
- 9Der kleine Bonus: die Vorteile der Regelkonformität
Die touristische Vermietung boomt! Viele Eigentümer stürzen sich ins Abenteuer, um ihr Einkommen aufzubessern oder eine Immobilie rentabel zu machen. Doch wo Geld verdient wird, gibt es meist auch einen rechtlichen Rahmen. Und ja, selbst für die Vermietung Ihres charmanten Studios mit Meerblick oder Ihres gemütlichen Chalets in den Bergen gelten strenge Regeln.
Was ist eine touristische Vermietung?
Bevor wir zu den Vorschriften kommen, sollte klar sein, was eine touristische Vermietung überhaupt ist. Damit ist jede möblierte Immobilie gemeint, die kurzzeitig und wiederkehrend an wechselnde Gäste vermietet wird. Ob Sie Plattformen wie Airbnb nutzen oder Ihre Buchungen klassisch verwalten (danke, Excel): Ihre Tätigkeit unterliegt bestimmten Regeln.
Ihre Tätigkeit anmelden: ein unverzichtbarer Schritt
Warum müssen Sie Ihre touristische Vermietung anmelden?

Das französische Recht verlangt, dass Sie Ihrer Gemeinde melden, wenn Sie Ihre Immobilie als möblierte Ferienunterkunft vermieten möchten. So können die Behörden die Entwicklung des touristischen Angebots verfolgen und prüfen, ob Ihre Tätigkeit den bau- und steuerrechtlichen Vorgaben entspricht.
Wie gehen Sie dabei vor?
- Füllen Sie das Formular Cerfa Nr. 14004*04 aus: ein sperriger Name für eine einfache Formalität!
- Geben Sie dieses Formular bei Ihrer Gemeindeverwaltung ab. Mit etwas Glück erlauben manche Gemeinden sogar die Online-Anmeldung.
Nach diesem Schritt erhalten Sie eine Registrierungsnummer. Achtung: Diese Nummer ist auf den Plattformen für touristische Vermietung häufig Pflicht, um eine Anzeige zu veröffentlichen.
Vermietungsgrenzen beim Hauptwohnsitz beachten
Wenn Sie in Frankreich Ihren Hauptwohnsitz vermieten (also den Ort, an dem Sie mindestens 8 Monate pro Jahr leben), gilt eine strikte Regel: Sie dürfen nicht mehr als 120 Tage pro Jahr vermieten. Diese Obergrenze soll den klassischen Mietmarkt schützen und einer langfristigen Wohnungsknappheit vorbeugen.
Und was gilt für Zweitwohnungen?
Ach, Zweitwohnungen, diese kleinen Ruheoasen! Ihre Vermietung unterliegt nicht der 120-Tage-Grenze, kann aber eine vorherige Genehmigung zur Nutzungsänderung erfordern, wenn Sie sich in einer Stadt mit mehr als 200 000 Einwohnern befinden (hallo Paris, Lyon, Marseille und Co.).
Die Steuervorschriften: Taschenrechner bereithalten!

Auch die touristische Vermietung entgeht dem Finanzamt nicht. Sie müssen Ihre Mieteinnahmen angeben, selbst wenn Sie Ihre Immobilie nur wenige Tage im Jahr vermieten.
Welches Steuerregime wählen?
- Micro-BIC: ideal, wenn Ihre Mieteinnahmen 77 700 € pro Jahr nicht übersteigen. Sie erhalten einen Pauschalabzug von 50 % für Kosten.
- Régime réel: besser geeignet für alle, die hohe Ausgaben im Rahmen ihrer Tätigkeit haben (Renovierungen, Abschreibungen usw.).
Und nicht vergessen: Ab 23 000 € Mieteinnahmen pro Jahr können Sie als gewerblich Tätiger gelten und müssen Sozialabgaben zahlen.
Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten
Damit Ihre Gäste einen unvergesslichen (und sicheren) Aufenthalt erleben, muss Ihre Unterkunft bestimmte Sicherheits- und Hygienevorschriften erfüllen. Das sind die wichtigsten:
- Rauchmelder: seit 2015 in allen Wohnungen Pflicht. Installieren Sie sie und testen Sie sie regelmäßig!
- Fluchtwege: Stellen Sie sicher, dass Ihre Gäste im Notfall schnell nach draußen gelangen.
- Einrichtung in gutem Zustand: Von den Steckdosen bis zu den Haushaltsgeräten muss alles einwandfrei funktionieren.
- Tadellose Sauberkeit: ein entscheidender Punkt, besonders seit der Corona-Krise.
Kommunale Vorschriften: potenzielles Kopfzerbrechen
Manche Städte haben zusätzliche Regeln eingeführt, um die touristische Vermietung zu steuern. Paris verlangt zum Beispiel eine Registrierungsnummer und macht Zweitwohnungen Auflagen. Andere Gemeinden wie Nizza oder Bordeaux können die Anzahl der Tage begrenzen oder besondere Gegenleistungen fordern.
Tipp, um informiert zu bleiben:
Schauen Sie regelmäßig auf die Website Ihrer Gemeinde oder wenden Sie sich an die zuständige Wohnungsabteilung, um die neuesten Entwicklungen zu erfahren.
Die Vermietungsplattformen: Partner oder Mitwisser?

Plattformen wie Airbnb, Booking oder Abritel haben den Kontakt zwischen Eigentümern und Gästen deutlich vereinfacht. Von Ihren rechtlichen Pflichten entbinden sie Sie jedoch nicht. Seit 2020 müssen diese Plattformen die Höhe Ihrer Mieteinnahmen automatisch an die Steuerbehörde übermitteln. Versteckspielen mit dem Finanzamt ist also zwecklos!
Achtung, Sanktionen!
Wer die Regeln nicht einhält, muss mit harten Strafen rechnen. Zum Beispiel:
- EinBußgeld von bis zu 50 000 €für eine nicht angemeldete Vermietung in einer Gemeinde, in der die Registrierung Pflicht ist.
- Steuerliche Sanktionen für nicht angegebene Einnahmen.
Kurz gesagt: Besser nach den Regeln spielen und unangenehme Überraschungen vermeiden.
Der kleine Bonus: die Vorteile der Regelkonformität
Auch wenn die Einhaltung der Regeln manchmal mühsam erscheint, bringt sie einiges mit sich:
- Mehr Vertrauen bei den Gästen, die Transparenz schätzen.
- Ruhiger Schlaf für Sie, weit weg von behördlichem und juristischem Ärger.
- Eine Wertsteigerung Ihrer Immobilie durch professionelles Management.
Die touristische Vermietung kann eine hervorragende Einnahmequelle sein, verlangt aber die Einhaltung eines klaren rechtlichen Rahmens. Wenn Sie diese Regeln beachten, bieten Sie Ihren Gästen einen angenehmen Aufenthalt und schützen gleichzeitig Ihre eigenen Interessen. Also, bereit, Ihre nächsten Gäste ganz nach den Regeln der Kunst zu empfangen? Prüfen Sie regelmäßig die gesetzlichen Entwicklungen, denn die Branche der touristischen Vermietung verändert sich ständig.
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